Frauen 1 -SKC Victoria Bamberg 2

SKK 1926 Helmbrechts – SKC Victoria Bamberg 2: 2:6 Mannschaftspunkte und 3056:3090 Kegel

Mit einer desolaten Vorstellung haben es die Frauen des SKK 1926 Helmbrechts verpasst, sich vor der Schlussphase der Saison eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf zu verschaffen. Mit 2:6 Mannschaftspunkten und 3056:3090 Kegeln zeigte man die mit Abstand schwächste Saisonleistung gegen einen ebenfalls nicht gerade überzeugenden Gegner, der damit wieder bis auf zwei Punkte aufschließen konnte. Angesichts des schweren Restprogramms der Helmbrechtserinnen und des Umstands, dass Bamberg noch vier Heimspiele hat, steht zu befürchten, dass die Domstädterinnen weiteren Boden gutmachen und die Frankenwälderinnen noch auf den drittletzten und damit potenziellen Abstiegsplatz verweisen. Bereits in der Startpaarung lief es nicht nach Wunsch für die Gastgeberinnen. Pia Seiferth machte ihre Sache zwar sehr gut, konnte aber nicht verhindern, dass sie nach drei Bahnen gegen die starke Liers schon aussichtslos mit 0:3 zurücklag. Im letzten Satz konnte sie zwar noch auf 1:3 verkürzen, musste aber auch im Gesamtergebnis mit 547:575 die Überlegenheit ihrer Gegnerin anerkennen. Auf den anderen Bahnen versäumte es derweil Rebecca Lang, die Schwächen von Wolf auszunutzen. Obwohl der Bambergerin kein Durchgang über 120 gelang, ließ sich Lang gerade in den ersten beiden Sätzen davon anstecken und blieb nach zu vielen Fehlern am Ende mit 509:461 bei 3:1 Sätzen deutlich unter ihren Möglichkeiten. Die gerade einmal 20 Zähler Vorsprung wollte nun die Mittelachse ausbauen. Aber auch hier klemmte es gewaltig. Bei Ursula Hübner lief es im Einkegeln noch wie am Schnürchen, mit dem ersten Wertungswurf war aber alle Sicherheit dahin. Mit schwachen 107:145 geriet sie gleich gewaltig gegen Pfuhlmann in Rückstand, die damit allerdings auch weitgehend ihr Pulver verschossen hatte. Obwohl der Helmbrechtser Mannschaftsführerin auch in der Folge viel zu viele Fehlwürfe unterliefen, schaffte sie es alle drei Sätze noch knapp für sich zu entscheiden und trotz des Kegelergebnisses von 473:505 den Mannschaftspunkt zu holen. Ebenfalls weit von ihrer Normalform entfernt zeigte sich Sylvia Sorge. Nach einem noch halbwegs ordentlichen Auftakt und einer 2:0 Führung verlor sie im dritten Satz endgültig den Faden und ließ sich von Roos mit schwachen 116:138 die Führung aus den Händen nehmen. Im letzten Satz brauchte sie jetzt mindestens ein Unentschieden, aber auch hier fand sie nicht mehr in ihren Rhythmus, um das Match noch zu drehen. Mit 2:2 Sätzen und 505:513 ging der Punkt an die Gäste. Trotz des bisher ernüchternden Auftritts der Gastgeberinnen waren mit 2:2 Mannschaftspunkten und nur 20 Kegeln Rückstand noch alle Chancen vorhanden. Aber auch die Helmbrechtser Schlusspaarung konnte an diesem Tag keine Akzente setzen. Nicole Stenglein brauchte gegen Eigler zu lang um richtig ins Spiel zu finden. Ihren Aufholversuch nach 0:2 Rückstand erstickte Eigler mit 156:137 im dritten Satz umgehend und sicherte sich ihren Punkt. Stenglein hatte nach 147:117 im letzten Satz zwar noch im Gesamtergebnis mit 541:537 knapp die Nase vorn, aber das brachte nicht mehr viel. Nicht mehr wiederzuerkennen war auch Magdalena Biemüller im Vergleich zu ihrer guten Vorstellung in der Vorwoche. Nach schwachem ersten Durchgang und 0:1 Rückstand konnte sie im zweiten Satz zwar ausgleichen, aber anstatt nachzusetzen unterliefen ihr immer wieder unnötige Fehler. Damit baute sie die bis dahin ebenfalls schwache Sandra Karl sichtlich auf, die die letzten beiden Bahnen nutzte um noch mit 3:1 Sätzen und 499:481 Kegeln zum Erfolg zu kommen. Eine bittere Niederlage für die Heimmannschaft, die an diesem Tag ihre Bundesligatauglichkeit vermissen ließ.

Bamberg-H- 2022-04-03