Schützengilde Bayreuth – Frauen 1

Schützengilde Bayreuth – SKK 1926 Helmbrechts 6:2 Mannschaftspunkte und 3176:3101 Kegel

Es sind zwar erst vier Spieltage gespielt, aber bereits jetzt ist abzusehen, dass auf die Keglerinnen des SKK 1926 Helmbrechts schwere Zeiten in der 2. Bundesliga zukommen. Mit 2:6 Mannschaftspunkten und 3101:3176 Kegeln musste man bei der bis dahin punktgleichen Schützengilde Bayreuth eine verdiente Niederlage einstecken und ist dadurch erst einmal auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. In der Startpaarung konnte man die Partie zwar erst einmal noch offenhalten, allerdings offenbarten sich hier schon die ersten Schwächen bei den 26ern. Rebecca Lang fand gut ins Spiel und lag gegen Pape nach zwei Durchgängen deutlich in Führung. Mit einem leichten Durchhänger in dritten Satz verpasste sie es aber, vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Erst auf der letzten Bahn konnte sie mit 130:90 noch einmal richtig Boden gut machen, als ihrer Gegnerin nicht mehr viel gelang. Mit 527:462 und 3:1 Satzpunkten setzte sie sich zwar souverän durch, schöpfte ihr Potenzial aber nicht vollends aus. Keinen guten Tag erwischte neben ihr Angela Küfner, die gegen Koch ziemlich unter die Räder kam. Mit einem mäßigen Auftakt sorgte sie bei ihrer Gegnerin für die notwendige Sicherheit, die in der Folge die Zügel sicher in der Hand hielt. Im dritten Durchgang war dann bei Küfner der Faden endgültig gerissen, weshalb auf der letzten Bahn Manuela Seiferth noch zum Einsatz kam, was aber am 4:0 Sieg für die Bayreutherin mit 552:460 Kegeln nichts mehr änderte. Mit 27 Kegeln Rückstand musste die Helmbrechtser Mittelachse nun versuchen aufzuholen. Einen super Start erwischte Ursula Hübner, die mit 147:127 deutlich gegen Schmidt in Führung ging. Bereits im zweiten Satz war mit 113:133 aber alles wieder auf null gestellt, was sich am Ende noch rächen sollte. Erst einmal ging aber der dritte Satz knapp an Hübner und nach den Vollen im letzten Durchgang sah auch alles nach einem Erfolg für Hübner aus, ehe auf den letzten Kugeln Schmidt mit einem starken Abräumen auftrumpfte, während Hübner zusehends mit einer Handverletzung zu kämpfen hatte. Mit 2:2 Sätzen und 532:524 holte sich so die Bayreutherin mit den letzten Kugeln noch den Mannschaftspunkt. Auf den anderen Bahnen hatte Pia Seiferth einen schwachen Tag erwischt. Weder in die Vollen noch im Abräumen bekam sie so richtig ein Bein auf den Boden. Sie schaffte es in keinem ihrer vier Durchgänge, einmal über die 130er Marke zu kommen. Damit hatte natürlich Wilferth auf Seiten der Gastgeberinnen leichtes Spiel. Mit 4:0 Sätzen und 542:494 Kegeln setzte sich die Bayreutherin souverän durch und erhöhte den Vorsprung der Gastgeberinnen auf 3:1 Mannschaftspunkte und 83 Kegel. Mit dieser Hypothek war klar, dass es für die Schlusspaarung der Gäste schwer werden würde, hier noch etwas zu drehen. Die Gastgeberinnen ihrerseits legten gleich selbstbewusst los und gingen beide knapp in Führung. Im zweiten Satz waren dann auch Kathrin Hoppert und Sylvia Sorge im Spiel und glichen jeweils zum 1:1 aus. Der dritte Durchgang stand dann aber wieder im Zeichen der Gastgeberinnen, als sich Lehner gegen Hoppert knapp durchsetzte und Böllath ebenfalls gegen Sorge zum 2:1 punktete. Auf der entscheidenden Schlussbahn zeigte dann Kathrin Hoppert mit 149:139 noch einmal eine starke Leistung und holte sich den Mannschaftspunkt mit 2:2 Sätzen und 561:546 Kegeln. Schade für Sylvia Sorge, der am Schluss das Quäntchen Glück fehlte, als ihr ein offenes Bild stehen blieb und sie dadurch nicht mehr in die Vollen kam. Mit 535:542 und 1:3 Sätzen musste sie sich deshalb knapp geschlagen geben. Auch wenn in der einen oder anderen Situation manchmal ein wenig das Glück fehlte, haperte es in Bayreuth aber in erster Linie wieder einmal an der offensichtlichen Schwäche im Abräumen, einer viel zu hohen Fehlerquote und der Nervenstärke, auch einmal in engen Situationen einen Satz noch für sich zu entscheiden.

F1